Lebensdaten 
Herrscher 
geb.: um 688/689
gest. 22.10.741
Karl Martell, Sohn von Pippin II. kann erst nach einigen Kämpfen die Nachfolge seines Vaters als Herrscher über die Franken antreten. 732 schlägt er mit Hilfe der Langobarden das heranrückende arabische Heer bei Tour und Poitiers. Er unterwirft auch im Norden und Osten weitere Stämme und treibt damit die Vormachtstellung der Franken unter karolingischer Führung voran. Dennoch verweigert er 737 die ihm angebotene Königswürde.
geb.: um 714
gest. 24.09.768
Pippin III. (genannt "der Kleine"), Sohn von Karl Martell,  wird 751 als erster Karolinger König der Franken. 754 begründet Pippin mit der sogenannten "Pippinschen Schenkung" den Kirchenstaat in Mittelitalien.
geb.: 02.04.747
gest. 28.01.814
Der Karolinger Karl der Große, Sohn von Pippin III.,  wird 800 in Aachen durch Papst Leo III. zum Kaiser gekrönt. Er regiert von 771 bis zu seinem Tod 814 und vergrößert das Frankenreich durch zahlreiche Eroberungen. Die Franken erringen damit die Vormachtstellung in Europa. Ebenso wird unter seiner Herrschaft die Christianisierung der Sachsen vollzogen. Neben der Teilnahme an zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen ist er jedoch auch  in der Lage eine umfangreiche Gesetzgebung, Organisation und Reichsverwaltung aufzubauen. Er fördert Handel, Handwerk und Landwirtschaft sowie geistige Bildung und Kunst. Er schart berühmte Gelehrte um sich und gilt selbst als äußert gebildet.
geb.: 763/766
gest. 809
Kalif Harun al Raschid regiert 786 bis 809 in Bagdad, fördert die Künste und die Wissenschaft. Das Volk verehrt ihn, da er als gerechter Herrscher gilt. 
geb.: 23.11.912
gest. 07.05.973
Otto I., genannt der Große aus dem Hause Sachsen regiert nach dem Vorbild Karls des Großen von 936-973 in Deutschland. Otto fördert die Missionierung der Slawen und kämpft in der Lombardei gegen Berengar II. 951 vermählt er sich mit Königswitwe der Langobarden Adelheid.  962 wird er von Papst Johannes XII. in Rom zum deutschen Kaiser gekrönt. Damit beginnt das Heilige Römische Reich. Otto festigt die Schutzherrschaft über das Papsttum und erweitert sein Herrschaftsgebiet bis nach Unteritalien. Er vermählt 972 seinen Sohn Otto II. mit der byzantinischen Prinzessin Theophanu und sorgt damit auch in Byzanz für die Anerkennung seiner Macht. Durch seine Politik festigt er die Vormachtstellung des Reiches und erhält bereits zu Lebzeiten den Beinamen "der Große".
Die Schlacht auf dem Lechfeld am 10. August 955 war der Endpunkt der Ungarneinfälle und größte militärische Sieg Ottos des Großen
geb.: 955
gest. 07.12.983
Otto II., Sohn von Otto I. wird 967 zum Kaiser gekrönt, übernimmt aber erst nach dem Tode seines Vaters die Regierungsgeschäfte. In kriegerischen Auseinandersetzungen gegen Sarazenen, Byzantiner und Slawen verliert er jeweils die entscheidenden Schlachten.
geb.: 980
gest. 23.01.1002
Otto III., Sohn von Otto II. wird 996 zum Kaiser gekrönt und strebt die Einvernahme Roms an. Durch seine Ostpolitik, insbesondere die Anerkennung König Stephans I. wird die Abtrennung und Selbständigkeit der östlichen Reichsgebiete eingeleitet. 
geb.: um 990
gest. 04.06.1039
Konrad II., aus dem Salier-Geschlecht wird 1027 zum Kaiser gekrönt und festigt die Verbindung Deutschlands mit Italien. Er gilt als erfolgreicher und entschlossener Herrscher.
geb.: 1027
gest. 07.09.1087
Wilhelm der Eroberer besiegt 1066 König Harald II. in der Schlacht bei Hastings und wird zum englischen König gekrönt. Er festigt in England das Königtum und setzt ein strenges Lehnssystem durch.
geb.: 11.11.1050
gest. 07.08.1106
Heinrich IV.  Der König aus dem Geschlecht der Salier vollzieht 1077 einen Bußgang nach Canossa. Dadurch  wird der über ihn verhängte Bann von Papst Gregor aufgehoben.
geb.: um 1060
gest. 18.07.1100
Gottfried von Bouillon führte den 1. Kreuzzug an, erobert im Juli 1099 Jerusalem und schlägt im August die Ägypter bei Askalon.
geb.: 11.08.1086 (?)
gest. 23.05.1125
Heinrich V., Sohn Heinrichs IV. verzichtet auf die Einsetzung der Bischöfe. Mit dem Konkordat von Worms endet 1122 der Investiturstreit. Mit ihm stirbt die Linie der Salier aus.
geb.: 1093/94
gest. 15.02.1152
Stauferkönig Konrad III. führt 1147 auf Drängen Bernhards von Clairveaux den  missglückten 2. Kreuzzug an.
geb.: um 1122
gest. 10.06.1190
Friedrich I., genannt Barbarossa aus dem Hause der Staufer wird 1155 Rom zum deutschen Kaiser gekrönt. Er führt Krieg gegen die lombardischen Städte in Oberitalien und gegen Papst Alexander III. Da er in der Schlacht von Legnano 1176 eine Niederlage erleidet, schließt er zunächst einen Verständigungsfrieden mit seinen Gegnern bis er 1186 seine Machtposition wieder stärken kann. Auch gegen seinen Vetter Heinrich, dem Löwen (einem Welfenfürst) ist er erfolgreich. 1189 bricht er zum dritten Kreuzzug auf und ertrinkt noch vor dem Ziel beim Baden im Fluss Saleph. Durch seine Expansionspolitik, sein Rittertum und seinen Einsatz von Ministerialen gehört er zu den  wichtigsten Persönlichkeiten der deutschen Geschichte.
geb.: 1129
gest. 06.08.1195
Heinrich der Löwe wird als zweitmächtigster Fürst nach dem Kaiser zum Gegenspieler Barbarossas als er diesen nicht im Kampf gegen die lombardischen Städte unterstützt. 1180 wird er mit dem Bann belegt und flüchtet nach England. Nach seiner Rückkehr zur Regierungszeit Heinrichs VI. bleibt er auf seinen Stammbesitz (Braunschweig-Lüneburg) beschränkt.
geb.: 1157
gest. 06.04.1199
Der englische König Richard Löwenherz nahm 1190 bis 1192 am 3. Kreuzzug teil und wurde auf dem Rückweg in Österreich gefangen genommen und nur gegen ein Lösegeld 1194 frei gelassen.
geb.: 24.12.1167
gest. 19.10.1216
König Johann I. (Ohneland), Bruder von Richard Löwenherz unterzeichnet die "Magna Charta" : Englische Barone erzwingen 1215 von ihrem Herrscher folgende Privilegien: freie Städte, freier Verkehr der Kaufleute, Erblichkeit der Lehen und freie Wahl der Bischöfe durch die Geistlichkeit.
geb.: um 1155/1167
gest. 18.08.1227
Dschingis-Khans gehört zu den größten Heerführern und Staatsgründern der Geschichte. Unter seiner Führung besiegen 1241 die Mongolen in der  Schlacht bei Liegnitz das deutsch-polnische Ritterheer. Aufgrund des unerwarteten Todes ihres Groß-Khans ziehen sich die Mongolen jedoch nach Asien zurück.
geb.: 26.12.1194
gest. 13.12.1250
Kaiser Friedrich II., Enkel Barbarossas, verlegt 1232 seinen Sitz nach Palermo und fördert Kunst und Kultur. Er gesteht den deutschen Fürsten und den geistlichen Herrschern mehr Hoheitsrechte zu.
geb.: 01.05.1218
gest. 15.07.1291
Rudolf I. von Habsburg wird 1273 nach dem Interregnum zum König gewählt und versucht, das Königtum erneut zu festigen. Er bekämpft das Raubrittertum und kann feindliche Fürsten besiegen, bzw. mit geschickter Heiratspolitik in Verbündete umwandeln, und stärkt so die habsburgische Hausmacht. 
geb.: 14.05.1316
gest. 29.11.1378
Kaiser Karl IV. (Haus Luxemburg) verzichtet auf die deutsche Herrschaft in Italien und bestätigt 1356 in der "Goldenen Bulle" von Prag  den sieben deutschen Kurfürsten das Recht zur ausschließlichen Königswahl. Er stiftet 1348 die erste Universität des Deutschen Reiches in Prag und erbaut die Burg Karlstein. Zum Papst in Avignon erhält er gute Beziehungen. 
geb.: 22.02.1403
gest. 22.07.1461
König Karl VII. verliert den größten Teil des Landes an die Engländer und wird erst als Jeanne d'Arc einen entscheidenden Sieg erringt, 1429 König von ganz Frankreich.
geb.: 21.09.1415
gest. 19.08.1493
Friedrich III. (Habsburger) wird 1152 in Rom zum Kaiser gekrönt. Während seiner Regentschaft unterstützt er das Papsttum, kann sich aber gegen Fürsten und Eroberer selten behaupten, so dass er als schwacher Herrscher in der deutschen Geschichte gilt.
 
Lebensdaten
 
Päpste, Bischöfe und Kleriker
 
geb.: um 673
gest. 05.06.754
Bonifatius (Winfried), englischer Benediktiner,  missioniert die Thüringer, Hessen und Friesen. Er gründet zahlreiche Klöster und Bistümer, in Deutschland, u.a. das Bistum Würzburg. Er stirbt - erschlagen von den Friesen - als Märtyrer.
geb.: um 776
gest. 04.02.856
(H)Rabanus Maurus, Benediktiner-Abt von Fulda und seit 847 Erzbischof von Mainz. Er fördert die Bildung in ganz Deutschland und verhilft dem Kloster- und Schulwesen zu hohem Ansehen.
geb.: um 801
gest. 03.02.865
Ansgar, Benediktiner. Seit 831 erster Bischof von Hamburg, 864 auch von Bremen. Er treibt die Ausbreitung des Christentums bei den Dänen und Schweden voran.
geb.: ?
gest. 17.07.855
Papst Leo IV. kämpft gegen die Sarazenen und lässt den Vatikan befestigen. Er bekleidet das Amt von 847 bis 855.
geb.: um 935
gest. nach 975 ?
Hroswitha von Gandersheim, Dichterin, die sich als Kanonisse eine theologische und literarische Bildung aneignet, Legenden, Dramen und Schauspiele verfasst. In ihren Gedichten huldigt sie Kaiser Otto I. und berichtet über die Entwicklung der Stadt Gandersheim.
geb.: um 1000
gest. 16.03.1072
Adalbert I. Seit 1043 Erzbischof von Hamburg-Bremen und einflussreich für die Missionierungen in Finnland, Island und Grönland. 1063 bis 1066 verdrängte er Anno von Köln aus der Rolle des Vormunds König Heinrichs IV. und hatte damit große Mitsprache bei der Reichspolitik.
geb.: 21.06.1002
gest. 19.04.1054
Papst Leo IX., eigentlich Graf Bruno von Egisheim (Elsass) bekämpft als erster die Priesterehe. Unter seine Regentschaft (1049 bis 1054) fällt auch der Bruch mit der morgenländischen Kirche.
geb.: um 1010
gest. 04.12.1075
Anno II., seit 1056 Erzbischof von Köln und Vormund für den künftigen König Heinrich IV. Aufgrund seiner unbeliebten Politik wurde er 1074 von den Kölnern aus der Stadt gewiesen und fand Unterschlupf in dem von ihm gegründeten Kloster Siegburg.
geb.: um 1021
gest. 25.05.1085
Papst Gregor VII. verbietet 1073 die Laieninvestitur (Einsetzung der Äbte und Bischöfe durch den Kaiser), was zum Ausbruch des Investiturstreits zwischen Kirche und Staat führt. Außerdem führt er in seiner Amtsperiode als Papst (1073-85) den Zölibat ein.
geb.: um 1027
gest. 17.04.1111
Der Abt Robert de Molesme (auch Robert Citeaux genannt) gründet 1098 den Orden der Zisterzienser. Das erste Kloster trägt den Namen Citeaux. 
geb.: um 1042
gest. 29.07.1099
Papst Urban II., eigentlich Odo de Lagery und in Frankreich geboren, ruft 1096 zum 1. Kreuzzug auf. Ziel ist es, Jerusalem zu erobern und das Heilige Land von den "Ungläubigen" zu befreien. Damit leitet Urbann II. die Kreuzzugsbewegung ein.
geb.: 1079
gest. 21.04.1142
Peter Abaelard lehrt in Frankreich Philosophie und eröffnet 1113 in Paris eine vielbesuchte Schule. Er verliebt sich in Héloise und wird deshalb, auf Initiative ihres Vaters, entmannt. Die Liebenden widmen sich künftig voneinander getrennt dem Klosterleben, wobei Abaelard ab 1125 erneut an mehreren Orten lehrt. Den berühmten Briefwechsel zwischen ihm und Héloise hat er frei erdichtet. Abälard ist Vertreter der Scholastik. Seine rationalistischen Thesen wurden von der Kirche verurteilt.
geb.: 1091
gest. 20.08.1153
Bernhard von Clairveaux, Zisterzienser und Kirchenlehrer, verhilft seinem Orden zu Macht und Ansehen. 1115 gründet er das Tochterkloster Clairveaux. 1147 veranlasst er mit seiner Kreuzzugpredigt den 2. Kreuzzug unter Stauferkönig Konrad III. Er ist Mitbegründer der mittelalterlichen Mystik, die besagt, dass alles Wissen nur der Erbauung zu dienen habe. Mit dieser These wird er zum Gegner Peter Abaelards.
geb.: 1098
gest. 17.09.1179
Die Benediktiner-Äbtissin Hildegard von Bingen kritisiert kirchliche Missstände ( um 1100) und schreibt religiöse und wissenschaftliche Texte.
geb.: ?
gest. 30.08.1181
Papst Alexander III. wird 1159 Papst und beginnt den Konflikt mit den Staufen-Kaisern.
geb.: um 1120
gest. 14.08.1167
Rainald von Dassel, Reichskanzler (1156-59) unter Barbarossa und ab 1159 Erzbischof von Köln. 1164 ließ er die Gebeine der hl. drei Könige von Mailand nach Köln überführen. Mit seiner Politik festigte er das Königtum, so sorgte er z.B. für die Heiligsprechung Kaiser Karls des Großen am 29.12.1165 in Aachen. 
geb.: 1160/61
gest. 16.07.1216
Papst Innozenz III. führt das Papsttum während seiner Amtszeit von 1198 bis 1216 zum Höhepunkt der Macht im Mittelalter.
geb.: 1170
gest. 06.08.1221
Dominikus, Gründer des Dominikanerordens
geb.: 1181/1182
gest. 03.10.1226
Franz von Assisi, genannt Franziskus, Gründer des Franziskanerordens
geb.: 1193
gest. 15.11.1280
Albertus Magnus seit 1223 Dominikaner, lehrt in Paris und in Köln und macht die Werke des Aristoteles in der mittelalterlichen Welt bekannt. Er verfügt auch über naturwissenschaftliche Kenntnisse .
geb.: 1201
gest. 1274
Hofkaplan Robert de Sorbon gründet 1254 in Paris die Theologenschule, die ab dem 14. Jdh. nach ihm Sorbonne genannt wird.
geb.: 1221
gest. 15.07.1274
Bonaventura, eigentlich Johannes Fidanza, ist Ordensgeneral der Franziskaner, Kardinal und Kirchenlehrer. Mit seinen streng an Augustinus angelegten Leitlinien gilt er als Erneuerer und bedeutendster Vertreter des Franziskanerordens.
geb.: 1225/26
gest. 07.03.1274
Thomas von Aquin, wichtigster Philosoph und Kirchenlehrer des Mittelalters. Geboren in der Nähe von Neapel, stammend aus gräflichem Geschlecht, tritt er 1243 in den Dominikanerorden ein. Er studiert bei Albertus Magnus in Köln und lehrt selbst 1252 bis 59 in Paris. Seine Theorien stützen sich vorwiegend auf Aristoteles, Platon und Augustinus. Er legt in seinen Schriften dar, das Wissen und Glauben, sowie Philosophie und Theologie gleichberechtigt existieren dürfen.
geb.: um 1235
gest. 11.10.1303
Papst Bonifaz VIII., eigentlich Benedetto Gaetani, verkündet 1302  in seiner Bulle "Unam sanctam" den päpstlichen Weltherrschaftsanspruch.
geb.: ?
gest. 1314
Papst Klemens V. verlegt 1309 den Papstsitz nach Avignon. Damit beginnt die sogenannte "Babylonische Gefangenschaft der Kirche". Er ist von 1305 bis 1314 im Amt.
geb.: um 1370
gest. 06.07.1415
Der tschechische Reformator Johann Hus wird 1415 als Ketzer verbrannt.
 
Lebensdaten
 
sonstige Personen
geb.: um 840
gest. 06.04.912
Notker (Balbulus) schreibt lateinische Hymnen und erzählt über die sagenhaften Taten Karls des Großen "Gesta Caroli Magni".
geb.: ?
gest. ?
Leif Eriksson, norwegischer Seefahrer, gelangt auf der Fahrt nach Grönland vermutlich um das Jahr 1000 zufällig nach Nordamerika. Somit gilt er als eigentlicher Entdecker Amerikas.
geb.: vor 1150
gest. vor 1190
Chrétien de Troyes, altfranzösischer Dichter und bedeutendster Vertreter des höfischen Versepos in altfranzösischer Sprache. Seine Werke sind Vorbilder und Vorlagen für die deutsche mittelalterliche Versepik,  insbesondere für Hartmann von Aue und Wolfram von Eschenbach. 
geb.: um 1150
gest. um 1210
Heinrich von Veldeke ist von ritterlicher Herkunft und vollendet seine bekannteste Verserzählung "Eneide" um 1183.
geb.: um 1160/70
gest. um 1210
Reinmar von Hagenau  
geb.: um 1168
gest. um 1210
Hartmann von Aue hat eine klösterliche Erziehung genossen und dient als Ministeriale am Hof. Er begleitet 1189-92 den Kreuzzug. Aus der Artussage übernimmt er jeweils Motive für seine Verserzählungen Erek und Iwein. Bekannt sind außerdem "Der arme Heinrich" und Gregorius" sowie eine Reihe von Kreuzzugsliedern. Sprache und Stil werden insbesondere von Gottfried von Straßburg als hohe Kunst gelobt.
geb.: um 1168
gest. 1228
Walter von der Vogelweide gilt als der bedeutendste Vertreter der mittelalterlichen Lyrik. Seine Vorfahren stammen aus einem Rittergeschlecht. Er selbst genießt eine höfische Ausbildung u.a. ist Reinmar von Hagenau sein Lehrmeister. Neben seiner aktiven politischen Parteinahme für die Stärkung der Kaisermacht gegenüber dem Papst ist er berühmt für seine Minnedichtung.
geb.: ?
gest. ?
Gottfried von Straßburg, Minnedichter über den leider sehr wenig bekannt ist. Seine Schaffensjahre liegen im Zeitraum zwischen 1205 und 1210.
geb.: um 1170
gest. um 1220
Wolfram von Eschenbach lebt als Vasall und Ritter, dichtet Minnelieder und Epen. Das wohl bekannteste Epos ist "Parzival", nach einer Vorlage von Chrétien des Troyes, die er jedoch stark abwandelt. Mit seiner direkten und kraftvollen Sprache, die allerdings zu seinen Lebzeiten Anlass für Kritik ist, hebt er sich deutlich von den übrigen Minnesängern ab. Weitere Werke sind die Epen "Willehalm" und Titurel", beide unvollendet.
geb.: ?
gest. 1222
Heinrich von Morungen stammt aus einem Rittergeschlecht. Seine Minnelieder entstehen in der Blütezeit des Minnesangs. 
geb.: um 1180
gest. um 1250
Neidhart von Reuental, genannt der Alte  
geb.: um 1220/30
gest. 31.08.1287
Konrad von Würzburg
geb.: um 1250/60
gest. 1318
Heinrich von Meißen, genannt Frauenlob, reist als fahrender Sänger von Hof zu Hof und wird berühmt durch seine Minnelieder. Er verwendet eher das Wort "frouwe" (hohe Frau, Adlige) als das Wort "wîbe" (Weib, gewöhnliche Frau niederen Standes).
geb.: 1254
gest. 08.01.1324
Marco Polo reist 1271 u.a. nach China und gelangt nach Peking. Als er Jahre nach seiner Rückkehr 1298/99 in genuesische Gefangenschaft gerät, diktiert er einem französischen Mitgefangenen seine Reiseberichte.
geb.: um 1260
gest. 1327/28/29?
Meister Eckhart
geb.: 21.03.1295
gest. 25.01.1366
Heinrich Seuse, Dominikaner und Schüler von Meister Eckhart
geb.: Mai 1295
gest. 14.09.1321
Dante Aligheri arbeitet 1311 an der Göttlichen Komödie.
geb.: um 1300
gest. 16.06.1361
Johannes Tauler, Dominikaner und ebenfalls Schüler von Meister Eckhart
geb.: um 1377
gest. 1445
Oswald von Wolkenstein 
geb.: 1410/1412
gest. 30.05.1431
Jeanne d'Arc, die hl. Johanna, Jungfrau von Orléans besiegt vor Orléans die englischen Truppen und erreicht die Krönung Karls VII. zum König von ganz Frankreich (1429). Sie selbst gerät 1431 in englische Gefangenschaft und wird als Hexe verbrannt. Durch Intrigen am französischen Hof erhält sie keine Hilfe von Seiten des Königs. 1909 wird sie selig-, 1920 heiliggesprochen. 
geb.: 20.07.1304
gest. 18.07.1374
Francesco Petrarca, ital. Dichter und humanistischer Gelehrter, studiert die Rechte, tritt dem Stand der Geistlichen bei, unternimmt Reisen, arbeitet als politischer Berater und wird 1341 in Rom zum Dichter gekürt. Seine Sonette, Balladen und Madrigale sind aufgrund ihrer Form und Sprache herausragend. Seine philosophischen Schriften beleben das europäische Geistesleben auch weit über seinen Tod hinaus.
geb.: 1313
gest. 21.12 1375
Giovanni Boccaccio, ital. Dichter und Humanist vollendet 1353 seine Novellensammlung "Decamerone". Boccaccio ist mit Petraca befreundet
geb.: 24.03.1394
gest. 13.11.1460
Der Portugiese Heinrich der Seefahrer erkundet 1434 Westafrika, u.a. Guinea, gründet eine Seefahrtsschule, eine Sternwarte und wird 1420 Großmeister des Christusordens. Durch seine Entdeckungen gelingt Portugal bis zum 16. Jhd. der Aufstieg zur Weltmacht.
geb.: vor 1400
gest. Feb. 1468 ?
Johann Gutenberg aus Mainz entwickelt 1445 den Buchdruck mit beweglichen Lettern.
geb.: um 1450
gest. 29.05.1500
Bartolomëu Diaz, portugiesischer Seefahrer, umrundet 1488 zunächst unwissend das später vom König so benannte Kap der Guten Hoffnung - die Südspitze Afrikas.
geb.: zwischen 25.08.und 31.10.1451
gest. 20.05.1506
Cristoforo Colombo (Christoph Kolumbus), geboren in Genua entdeckt für Spanien 1492 Amerika.
geb.: 09.03.1451
gest. 22.02.1512
Amerigo Vespucci, italienischer Seefahrer,  reist 1499-1502 mit einer Expedition nach Südamerika.
geb.: nicht vor 1459
gest. 29.07.1507
Martin Behaim, Kaufmann und Kosmograph aus Nürnberg entwirft 1492 den ersten Globus.
geb.: 1469
gest. 24.12.1524
Vasco da Gama,  portugiesischer Seefahrer, findet 1498 eine Segelroute nach Indien.
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